Ratgeber Inhaltsstoffe

Konservierungsstoffe in Kosmetik: Was die Namen bedeuten

Warum wasserhaltige Produkte konserviert werden müssen, wie Konservierungsstoffe in der EU geregelt sind und was „ohne Konservierungsstoffe“ meist bedeutet.

Aktualisiert: 30. Oktober 2026 · Geprüft von: Kamil Pyziak

Warum Konservierungsstoffe nötig sind

In wasserhaltigen Produkten können Bakterien, Hefen und Schimmelpilze wachsen, besonders nach dem Öffnen und bei Kontakt mit den Fingern. Konservierungsstoffe sorgen dafür, dass ein Produkt während seiner Haltbarkeit und der Verwendungsdauer nach dem Öffnen (Symbol mit geöffnetem Tiegel) sicher bleibt.

Wie sie in der EU geregelt sind

Als Konservierungsstoffe dürfen nur Stoffe aus Anhang V der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 verwendet werden, jeweils mit Höchstkonzentration und teils mit Anwendungsbedingungen. Beispiele sind Phenoxyethanol, Sodium Benzoate, Potassium Sorbate, Benzyl Alcohol und Chlorphenesin. Ihre Sicherheit bewertet der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS).

Inhaltsstoffe, die die Konservierung unterstützen

Formulierer kombinieren oft eine geringe Menge eines Konservierungsstoffs aus Anhang V mit Inhaltsstoffen, die nicht als Konservierungsstoffe gelten, aber das Wachstum von Mikroorganismen erschweren – etwa Caprylyl Glycol, Ethylhexylglycerin, 1,2-Hexanediol oder Chelatbildner wie Sodium Gluconate. Auch Airless-Verpackungen und ein geringer Wassergehalt helfen.

Was „ohne Konservierungsstoffe“ meist bedeutet

Die Angabe „ohne Konservierungsstoffe“ bedeutet meist, dass kein Stoff aus Anhang V verwendet wird – nicht, dass das Produkt keinen Schutz vor Mikroorganismen hat. Produkte ganz ohne Konservierungssystem sind in der Regel wasserfrei (Öle, Balsame, Puder) oder in Einmal- bzw. sterilen Verpackungen abgefüllt.

So lesen Sie die Liste

Konservierungsstoffe werden meist unter 1 % eingesetzt und stehen daher oft am Ende der Liste, wo die Reihenfolge frei ist. Ihre Position verrät nicht, wie viel davon enthalten ist.

Quellen